Dienstag, 23. Januar 2018

Wäller Tour 6: Buchfinkenland

3. Dezember 2017: Schnee für Nanuk

Endlich! Es schneit und Nanuk freut sich wie ein kleines Kind über die weiße Pracht. Nach langer Abstinenz steht heute wieder eine der Wäller Touren auf dem Programm. Wir hatten uns die kürzeren Strecken für den neuen Sasisonauftakt aufgespart und können jetzt mit kleinen aber feinen Läufchen wieder richtig durchstarten. Schließlich gilt es das Trainingsniveau des WUT vom April 2017 wieder zu erlangen. Oli wird ihn 2018 laufen und ich habe ebenfalls zwei bis drei lange Touren auf der Wunschliste. Dabei ist die Harzquerung noch die kürzeste aber davon zu gegebener Zeit mehr. Ich will ja nicht zu viel verraten.


Die Wäller Tour Buchfinkenland ist eine 15,5 Kilometer lange Rundtour um den kleinen Ort Hübingen bei Gackenbach. Letzterer ist ein Ort in der Verbandsgemeinde Montabaur an der Grenze zum Rhein-Lahn-Kreis. Man kennt den dortigen "Wild- und Freizeitpark Westerwald".


Auf der landschaftlich schönen und waldreichen Tour sind rund 390 Höhenmeter zu bewältigen. Wir starten auch in Gackenbach und zwar vom Wanderparkplatz direkt an der Bartholomäuskirche. Wir laufen zunächst in nördliche Richtung und erreichen nach gut 1,6 Kilometer das Örtchen Horbach, das man jedoch mit zwei, drei großen Sätzen durchquert hat.

Bartholomäus Kirche in Gackenbach

Nanuk kann es kaum noch erwarten, so richtig Gas zu geben




Nach etwas mehr als 4 gelaufenen Kilometern gelangen wir an die Wüstung Willgenhausen. Dies war eine kleine Siedlung die von schwedischen Truppen im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt und danach nie mehr aufgebaut wurde.

Infotafel der Wüstung Willgenhausen

Die gesamte Strecke erleben wir als äußerst kurzweilig. Die Landschaft ist abwechslungsreich und immer wieder verändert sich der Weg. Von Wirtschaftswegen über breitere Fußwege und einsame Singletrails ist alles dabei. Die Winterpracht lässt uns die Natur "on top" in einer ganz besonderen Stimmung erleben. Alles ist gedämpft, die Luft klar und rein.


An zwei Stellen ist der Trail ein wenig abenteurlich, also von Langeweile keine Spur. Irgendwann gelangen wir an den Seelbach, den wir überqueren müssen. So weit so gut aber danach geht es an dessen Ufer weiter, was bei der Witterung und der Nässe des Untergrundes eine kleine Herausforderung unserer Akrobatik-Skills darstellt.






Die zweite Challenge: ein Suchspiel mit dem Ziel, den Einstieg in den Trail nach einer Straßenüberquerung wiedzufinden. Der Track auf meiner Suunto zeigt auf eine Böschung in der ich aber so gar keinen Pfad erkennen kann. Nur ein kleines Wanderschildchen oberhalb der Böschung verrät uns, dass wir tatsächlich dort hoch sollen. Nach dem Oli den Weg gespurt hat ist es für mich sehr einfach. Wofür hat man schließlich Freunde?

Suchbild: wo ist der Pfad?
  

Der Track zur Tour: