Donnerstag, 23. Februar 2017

Wäller Tour 4: Elberthöhen

12. Februar 2017: Liebeserklärung an meine Heimat!

Unsere 4. Wäller Tour hat Väterchen Frost noch voll im Griff. Die Wege und Trails sind Schnee bedeckt und überwiegend mit einer Eisschicht überzogen. Was soll´s, Nanuk und ich haben 6-Fuß-Antrieb und somit immer optimalen Grip. Oli mit seiner Feder leicht anmutenden Lauftechnik schwebt sowieso über die Trails. Ja, im Ernst....jetzt mal so unter uns "Pastorentöchtern", ich glaube Oli berührt den Boden so gut wie nie. Du glaubst mir nicht? Dann lauf doch einfach mal mit uns!   


Die Elberthöhen - Tour mit Aussichten - ist ein knapp 16 Kilometer langer Rundweg mit gut 360 Höhenmetern. Start- / Zielort ist der Wanderparkplatz in Niederelbert bei Montabaur.

Hervorzuheben bei dieser Tour ist die wunderbare Streckenführung. Niederelbert im Norden, Welschneudorf im Süden und Oberelbert wird lediglich tangiert. Die Ortsdurchquerung von Welschneudorf ist auf das Minimum reduziert und man wird noch mit einem attraktiven Fotomotiv, dem alten Rathaus belohnt.

Das Rathaus von Welschneudorf.
 
Die befestigten und asphaltierten Streckenabschnitte liegen mit gut 1 Kilometer absolut im erträglichen Rahmen. Der Track verläuft also überwiegend auf naturbelassenen und angelegten Wirtschaftswegen. Das Höhenprofil ist im Vergleich zu unseren sonstigen Ausflügen eher gemäßigt. Den mit 456 m ü. NN höchsten Punkt der Strecke erreichen wir nach 9,3 Kilometern kurz hinter Welschneudorf. 

Gleich vom Start weg ist uns klar, dass das heute ein gutes Stück Arbeit werden wird. Die Strecke ist schwierig zu laufen da wir entweder direkt auf Eis oder auf, mit Eis überzogenem Schnee laufen müssen.

Komplett vereiste Piste!

Schon besser.

Na geht doch!

Furt im Gambach bei km 12,3

Landschaftlich ist es auch heute wieder eine Genießertour. Man kann sich natürlich über das Wetter beklagen oder am besten gleich zu Hause bleiben weil das Wetter ja möglicherweise doch noch umschlägt....naja ihr kennt das ja. Ich staune im Alltag immer wieder "Bauklötze" über den Erfindungsreichtum mancher Zeitgenossen, wenn es darum geht, Ausreden gegen das Rausgehen vorzubringen. Wenn die Leutchen diese Energie sinnvoll nutzen würden, könnten sie damit locker die Höhenmeter der heutigen Tour absolvieren. 

Was mir an meiner Heimat, dem Naturraum Westerwald so gut gefällt ist seine Vielfältigkeit. Es gibt immer einen Wechsel zwischen offenen Landschaften und kleineren bis großen zusammenhängenden Waldgebieten gepaart mit dem typischen Westerwälder auf-und-ab. Die offene Landschaft bietet uns wiederum den Wechsel von Weideland, Äckern, extensiven Flächen, Streuobstwiesen, wertvollen Graslandschaften, Feuchtgebieten und Seen, dazwischen meist kleine landwirtschaftlich geprägte Dörfer. Es gibt nahezu überall Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler zu entdecken aber auch kultur- und/oder industriehistorisches. Wildbäche, Täler, Auen und windige Höhen machen das Bild vollkommen. 

Die Wälder liebe ich besonders. Bereits als kleiner Junge habe ich dort sehr viel Zeit verbracht. Sie waren immer mein Rückzugsort an dem ich für mich sein konnte. Im Wald fühlte und fühle ich mich bis heute geborgen und sicher.

Themawechsel: Strenggenommen ist das, was ich Wald nenne aber gar kein Wald sondern ein künstlich geschaffener und fortswirtschaftlicher genutzter Baumbestand. In ganz Europa haben wir leider nur noch einen echten Ur-Wald und dieser liegt im Osten Polens - der Urwald im Bialowieza Nationalpark.

Dennoch bietet unser "Wald" sehr viel mehr Abwechslung als anderswo. Die Fortswirtschaft ist hier seit langem bereits auf einem guten Weg. Totholzinseln, Naturverjüngung und Mischwaldstrukturen, um nur einige Schlagworte anzuführen, sind bereits etabliert.

Auf keinen Fall will ich versäumen, die vielfältige, sonstige Pflanzenwelt und die heimischen Wildtieren, die es zu entdecken gilt, zu erwähnen. ....und die Menschen, also die Wäller selbstverständlich. An dieser Stelle schicke ich euch ein herzliches "Hui, Wäller".

Tour der Aussichten!

Buchenbestand

Fichtenwald

Nanuk am Raubfischteich - so stehts in der Topo-Karte

Sehr schönes Insektenhotel

Wir Wäller nutzen unser "Gold" wenigstens sinnvoll!

Kurz vor Ende der Tour treffen wir noch auf ein ganz besonderes "Grüppchen" und gleich ím Anschluss auf einen einsamen schmalen Wurzelpfad.

Ich mag Esel.

Der Abschnitt ist kurz aber allein dafür lohnt sich der Weg.

Treppen müssen nicht aus Beton sein.



Ich hoffe, ich kann euch mit meinem kleinen Bericht Lust auf´s Rausgehen machen. Ich wünsche euch wie immer tolle Draussenerlebnisse und eine gute Zeit.



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