Mittwoch, 22. Februar 2017

Wäller Tour 3: Eisenbachtal

5. Februar 2017: Wäller Gold!

Carmen mit Nico vor der Basaltsteilwand
Ja, auch wir Wäller sind reich an Gold! Ok es ist kein Gold im eigentlichen Sinne und es sieht auch etwas anders aus - grau bis schwarz - aber wertvoll war und ist es für unsere Region allemal. Die Rede ist vom 25 Milionen Jahre alten Westerwälder Basalt!

Basalt ist ein basisches Ergussgestein vulkanischen Ursprungs und das Gestein mit der größten Verbreitung bezogen auf die Festländer und den Grund der Meere.

Man findet Basalt in unterschiedlicher Gestalt die sich aus der Geschwindigkeit der Abkühlung ergibt. Eruptierte Lavaströme kühlten relativ schnell aus und bildeten zusammenhängende Gesteinsgefüge.

Die bei uns oftmals vorkommenden meterlangen Basaltsäulen hingegen entstanden durch eine verzögerte Abkühlung senkrecht zur Abkühlungsfläche.

Die meist sechs-eckige Geometrie ist geprägt von der Gitterstruktur der chemischen Moleküle.

Bis heute wird Basalt im Westerwald vielerorts abgebaut und vorwiegend als Baumaterial verwendet. Die Geschichte des Basaltabbaus kann man im Stöffelpark bei Enspel hautnah erleben. 


Zu den beeindruckensten Basaltformationen im Westerwald zählen der Druidenstein bei Herkersdorf im Landkreis Altenkirchen sowie die Wolfsteine bei Bad Marienberg im Westerwaldkreis.

Bei unserer heutigen 3. Wäller Tour spielt der Basalt ebenfalls eine Rolle. Das Eisenbachtal liegt in einem Bogen der Autobahn A3 zwischen Monatbaur und Nentershausen. Wir starten vom Wanderparkplatz am historischen Landhotel "Studentenmühle".



Die heutige Tour hat auf der Karte die Form einer "8" (mit viel Phantasie). Den mit knapp zwei Kilometern kleineren Bauch derselben haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Das Titelbild zeigt Carmen und Marathon-Yorkshire Nico am Fuße der imposanten Steilwand aus nahezu waagrecht liegenden Basaltsäulen in dem verlassenen Steinbruch des Basaltberges auf 322 m ü. NN.

Absolut faszinierend - 25 Milionen Jahre Erdgeschichte zum Anfassen.

Aber nun zurück zum Ausgangspunkt der Tour. Wir machen uns an die größere Runde. Nach rund 1,8K gelangen wir an den Holbach, dessen Verlauf wir bis Kilometer 4,4 folgen. Hier finden sich gleich 4 ineinander fließende Bäche. Der Holbach mündet in den Ahrbach der nur ein paar Meter weiter wiederum in den Gelbach mündet. Dem Eisenbach, der bei Kilometer 6 ebenfalls in den Gelbach mündet und seinem wunderbaren Tal folgen wir bis zum Ende der Tour.

Die Gesamtstrecke verläuft überwiegend auf Wirtschaftswegen und nur kurzen Trailpassagen. Das mindert die Attraktivität der Runde jedoch nicht. Insbesondere der letzte Abschnitt durch das Eisenbachtal gefällt uns sehr gut. Der Weg mit seinem weichen Untergrund lockt bachseitig mit einer einladenden Aue und auf der anderen Seite mit einem mit Fichten bewachsenen Steilhang. Die Tour erscheint mir für Familien mit Kindern und Hunden insbesondere im Sommer, ideal zum Klettern, Entdecken und Abkühlen zu sein.

Die einladende Aue des Eisenbachs

Toller Kontrast zur Aue.



Kleiner Singletrail

Die Beschilderung ist absolut Top.

Man muss schon trittfest sein und eine gute Grundkondition mitbringen.

Meister Specht leistet ganze Arbeit.

Fast hätte ich vergesen "Bildches Eich", eine kleine Mariengedenkstätte zu erwähnen. Leider habe ich kein Foto dazu. Als letztes Highlight der Runde möchte ich euch die Holzskulptur "Geben und Nehmen" zeigen. Sie ist Teil des Skulpturenweg Reckenthal. 



 
Keine Tour von uns ohne Aufforderung zum Nachlaufen. Ich wünsche euch viel Freude damit und vor allem tolle Draussenerlebnisse.