Sonntag, 22. Januar 2017

Kein Start für Team Nanuk

14./15. Januar 2017:
36. internationales Schlittenhunderennen in Liebenscheid/Westerwald

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge blicke ich nach Liebenscheid. Weinend: Auf Grund des Schnees darf ich als Läufer nicht starten und Skifahren kann ich leider nicht. Lachend: Ich freue mich natürlich dennoch für alle Musher und ihre Teams. Denn erst der Schnee macht so ein Schlittenhunderennen erst richtig authentisch. 

Beate Kuczera vom Tierkunst Atelier unterstützt das Team Samojedenzauber

Also was bleibt, ist die Liebenscheider Atmosphäre aus Zuschauerperspektive zu erleben und die gesammelten Eindrücke vom Wochenende mit euch zu teilen.


Wie ist das nun genau mit den Regeln? Wann darf wer starten und wer nicht? Einen sehr schönen Überblick über das Thema "Schlittenhunde" bietet die Website des Verband Deutscher Schlittenhundesportvereine e.V.  

Nanuk und ich sind klassische Geländeläufer oder wie man heute so schön sagt Trail Runner. Im Zughundesport/Schlittenhundesport bezeichnet man den Geländelauf allerdings mit dem Begriff "Cani Cross". Dabei läuft ein Mensch mit maximal zwei Hunden im Team. Mensch und Hund sind über eine Zugleine mit Ruckdämpfer verbunden. Diesen Sport betreibe ich mit Nanuk und Nico ganzjährig.

Bei einem Schneerennen wie aktuell in Liebenscheid würde ich jedoch mit meinen Füßen tiefe Löcher auf dem Trail bzw. der Rennstrecke hinterlassen. Diese stellen eine Gefahr für die Hunde dar. Daher gilt bei Schneerennen: Kein Start für Läufer, Fahrräder oder Scooter (Bikejöring).

Alternativ kann ich auf Skating-Skier umsteigen und mit maximal 2 Hunden in den Klassen Pulkaskiing oder Skijöring starten. Skijöring ist vom Prinzip her wie Cani Cross, nur das
man nicht läuft sondern auf Skiern fährt. Beim Pulkaskiing hingegen befindet sich zwischen den Hunden und dem Menschen noch ein Lastschlitten, die sogenannte Pulka. 

Da ich weder Skier noch ein Pulka mein eigen nennen kann und wir mitlerweile nur alle paar Jahre ausreichend Schnee bekommen, bleibt der Schuster bei seinen Leisten. Gestartet wird als auch zukünftig nur auf schneefreien Trails. Ein Gutes hatte der Schnee auf jeden Fall. Ich konnte das komplette Rennen genießen und es war ein tolles Erlebnis wieder Schlitten anstelle von Trainingswagen zu sehen. Der Meinung waren die Zuschauer wohl alle, denn einen so großen Ansturm habe ich in den vergangenen Jahren dort nicht erlebt.

Besonders gut hat mir gefallen, dass so viele Samojeden vertreten waren. Ein Team aus den Niederlanden und unsere Frenude Michael Scholz, Beate Kuczera sowie Tanja und Markus Mankel. Michael startet übrigens mit Samojeden aus dem Tierschutz. Wie vielseitig und wunderbar die Arbeit mit Samojeden ist könnte ihr euch auf Michaels Website vom Team Samojedenzauber anschauen. Zu meinen persönlichen Highlights bei den Treffen gehören jedesmal wieder aufs Neue die Arbeiten von Beate Kuczera. Beate ist Diplom-Designerin und Inhaberin des Tierkunst - Atelier.

Hier der Start unseres Freundes Michael Scholz mit seinen Samojeden-Zauberern.

 

Für alle die nicht dabei sein konnten habe ich die schönsten Momente mit der Kamera eingefangen. Viel Spaß.

Wintercamping muss man mögen.

Nostalgie pur mit dem alten Holzschlitten von Tanja und Markus.

Samojedenzauber!


Tanja

Siberian Huskys

Carmen, meine Frau


Häuptling "Howling Wolf"

Alaskan Malamutes



Rennleiter Michael Andresen bei der Arbeit

Genauso wichtig wie Hunde und Musher, die Helfer eines Teams.


Das Niederländische Samojeden Team




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