Sonntag, 22. Januar 2017

Auf den Spuren der Kerkerbachtalbahn

22. Januar 2017: So spielt man im Westerwald 17+4

17 + 4....ne nicht das Kartenspiel sondern 17 geplante + 4 Extra-Kilometer. Oli, mein Navigator hatte sich ein wenig vernavigiert aber dank meiner Buschmann-Skills hat die Zivilisation uns wieder. Es war eine herrliche Tour durch das teilweise verschneite Kerkerbachtal und ich glaube Oli hatte die Extraschleife eingeplant. Jedenfalls danke ich ihm für den tollen Lauf. Wir haben die Zeit natürlich sinnvoll genutzt und das Frühjahr durchgeplant. Es stehen 8 spannenden Trainingsläufe - u.a. die Wäller Touren und ein Marathon im Taunus - auf der Agenda. Oli hat ne 100K Tour im Visir und ich will am 1.4. die 65K beim WUT laufen. Wir hoffen ihr seit dabei.


Für alle die glauben, ich hätte nun einen Narren an den Burgen und Schlössern in unserer Umgebunh gefressen, dem ist nicht so. Auch wenn unserer letzten Touren gezielt zu solchen führten, das heutige Titelmotiv - die Burg Runkel - ist Zufall. Ausgangspunkt unserer heutigen Expedition in die Tiefen oder besser gesagt in die südlichen Ausläufer des Westerwalds ist also das kleine Städtchen Runkel an der Lahn mit seiner "zufällig" vorhandenen Burg.


Blick auf das Runkeler Lahnwehr

Bei minus 9 °C starten Oli, Nanuk und ich an diesem herrlich sonnigen Tag in Richtung Kerkerbach. Wir wollen einen Teil der ehemaligen Bahntrasse der Kerkerbachtalbahn die dort von 1888 bis zum 17.12.1960 ihren Dienst tat, ablaufen. Der nächste Link führt dich zu einer sehr guten und bebilderten Streckenbeschreibung des 32 km langen Kerkerbachtal-Radweges.

Was bietet die von uns abgelaufenen Strecke nun an Sehenswertem? Allem voran natürlich die weitläufigen Auen des Kerkerbachtals. Daneben verweisen die Eingänge zu den verlassenen Eisenerzstollen "Stollen Eisensegen" und "Christiansstollen" auf die einstige Bedeutung der Region als Erzlagerstätte.  

Stollen Eisensegen (1937)

Die Stollen können heute nicht mehr begangen werden und dienen verschiedenen Tierarten wie Amphibien und Fledermäusen als Versteck.

Die Strecke, sofern man auf ihr bleibt, ist gut ausgebaut und eben. Lediglich im letzten Teilstück gilt es ein paar Höhenmeter zu absolvieren. Das nächste Bild zeigt den Weg auf dem wir hätten laufen können, wenn wir uns denn nicht verlaufen hätten - ein toller Konjunktivsatz! Famos!

JA genau, da unten müssen wir hin!

Aber es gab auch eine Reihe von sehr schönen renaturierten Wegen wie die folgenden Beispiele zeigen.




Wie immer biete ich euch den Track zur Tour als GPX-Download an. Auf den wunderbaren Singletrail müsst ihr leider verzichten oder euch sebst verlaufen. Ich habe unsere leidigen Schlenker aus der Route entfernt und biete euch selbstverständlich nur eine astreine Streckenführung an. Damit hat sich die Streckenlänge der Tour auch von 21,5 auf 19,2 Kilometer reduziert. 

Wir folgen diesem Wildwechsel.
 

Hier der Track für euch: