Mittwoch, 16. Dezember 2015

2.000 Euro Spende für weiteren PTBS-Assistenzhund

Rolf Zehnpfennig - IN CHILDREN’S EYES Stiftungsfonds fördert die Anschaffung von PTBS-Assistenzhunden

Im März dieses Jahres war ich anlässlich des 10-jährigen Engagements von Rolf Zehnpfennig gegen sexuellen Missbrauch an Kindern zu Gast beim 1. Benefitzabend des Stiftungsfonds “IN CHILDREN’S EYES”.

Rolf Zehnpfennig


Rolf Zehnpfennig unterstützt Projekte gegen den sexuellen Missbrauch und sexualisierte Gewalt. Und ist sowohl aktiv in den Bereichen der Präventionsarbeit als auch der Hilfe für sexuell misshandelte und missbrauchte Mädchen, Jungen und Jugendliche und in der Kindheit sexuell missbrauchte Erwachsene. Seit vielen Jahren startet Rolf bei den großen internationalen Marathons und sammelt Geld für die Hilfe von Opfern sexuellen Missbrauchs. In diesem Jahr war IN CHILDREN’S EYES Stiftungsfonds offizieller Charity Partner des TCS New York City Marathon, der am 1. November stattfand.

Ich hatte Gelegenheit meine aktuelle Aktion “Gegen die Angst” sowie die Arbeit von PTBS-Assistenzhunden in einem Vortrag im Rahmen des Benefizabends vorzustellen. IN CHILDREN’S EYES Stiftungsfonds unterstützt die Anschaffung und Ausbildung des dritten PTBS-Assistenzhundes mit 2.000 €. Zusammen mit weiteren Spenden sowie dem Ergebnis des diesjährigen 1. Trail Rock 24 - einem 24-Stunden-Traillauf auf dem Blasius-Steig im Westerwald - verfügen wir aktuell über eine Gesamtsumme von rund 4.000 €.

Die benötigte Summe für den PTBS-Assistenzhund kann derzeit allerdings noch nicht exakt beziffert werden. Die Kosten sind im Wesentlichen vom Umfang der Ausbildung des Hundes zum Assistenzhund abhängig. Dieser ist wiederum abhängig von der Schwere der Traumatisierung des betroffenen Menschen und des daraus resultierende Leistungsumfang des Hundes. Erfahrungsgemäß werden voraussichtlich Kosten i.H.v. 6.000 bis 10.000 € anfallen.

Die zweckgebundenen Spenden werden von unserer, als gemeinnützig anerkannten Partnerorganisation “Fidelius e.V.” auf einem Sonderkonto zur Opferhilfe verwaltet.             
Die Auswahl des oder der Betroffenen, die den PTBS-Assistenzhund zur Unterstützung im täglichen Leben erhält, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir müssen einfach sicher stellen, dass die Zusammenführung von Mensch und Hund für alle Beteiligten sinnvoll und zielführend ist. Daher erfolgt die Auswahl der Person mit größtmöglicher Sorgfalt. Ein verantwortungsvoller Einsatz von Assistenzhunden liegt uns sehr am Herzen. Nicht zuletzt weil wir dazu die uns anvertrauten Spenden verwenden. Zudem dürfen wir das Wohl und die Bedürfnisse des Hundes nie aus den Augen verlieren.

Assistenzhundenehmer können durch “Jörg läuft gegen Missbrauch” gefördert werden. Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn die unten aufgeführten Kriterien auf Sie zutreffen.

  • Sie sind als Kind oder Jugendliche(r) Opfer von sexualisierter Gewalt oder sexuellem Missbrauch geworden? Dabei spielt es keine Rolle, ob sie sich mit den Taten zeitnah oder erst nach vielen Jahren als Erwachsener auseinander gesetzt haben. Wesentlich ist ihr Alter zum Zeitpunkt der ersten Tat.
  • Sie werden bereits fachärztlich, psychologisch oder psychotherapeutisch betreut.
  • Ihr Facharzt, Psychologe oder Psychotherapeut stellt die Diagnose “Dissoziative Identitätsstörung” (ICD-10: F44.81 Multiple Persönlichkeitsstörung), deren Ursache eine Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) infolge von sexualisierter Gewalt oder sexuellen Missbrauchs im Kindes- oder Jugendalter ist.
  • Ihr Facharzt, Psychologe oder Psychotherapeut befürwortet ausdrücklich den Einsatz eines PTBS-Assistenzhundes als sinnvolle therapiebegleitende Hilfemaßnahme.
  • Ihr Facharzt, Psychologe oder Psychotherapeut bescheinigt ihre persönliche Eignung zur Haltung und Führung eines Hundes.
  • Sie können nachweisen, dass die Versorgung und Betreuung des Hundes auf Dauer gewährleistet ist. Darunter fallen ua. die Kosten für Futter, die tierärztliche Routineversorgung sowie für Fälle auftretender Erkrankungen oder Verletzungen. Dazu können Sie mindestens eine weitere Person benennen, die sie insbesondere bei persönlichen und finanziellen Ausfallzeiten unterstützt.
  • Sie können nachweisen, dass sie selbst nicht über die notwendigen finanziellen Mittel zur Finanzierung des Hundes verfügen. Sie haben sowohl bei ihrer Krankenkasse als auch beim Fonds Sexueller Missbrauch der Bundesregierung einen Antrag auf Übernahme der Kosten für die Anschaffung und Ausbildung eines PTBS-Assistenzhundes gestellt.
  • Sie können eine detaillierte Kostenkalkulation mit Ausbildungsplan eines qualifizierten Hundetrainers vorlegen.
  • Sie schließen mit dem Verein Fidelius e.V. einen Übernahmevertrag ab, der insbesondere die tierschutzrechtlichen Aspekte regelt.

Kontakt: lebenslauf.opferhilfe(at)gmail.com