Samstag, 14. Dezember 2013

Jörg läuft den Siebengebirgs-Halbmarathon

08.12.2013: Nanuks erste Medaille!

Der Siebengebirgs-Halbmarathon in Aegidienberg bei Bad Honnef ist in vielerlei Hinsicht ein schöner Lauf. Die Strecke führt mit einem abwechslungsreichen Profil bis auf die kleine Ortsdurchquerung konstant über gut ausgebaute Waldwege.



Die Versorgung der Läufer vor, während und nach dem Lauf ist super. Insbesondere der Zieleinlauf im Bürgerhaus von Aegidienberg  über den roten Teppich ist eine nette Abwechslung zu den üblichen Finish´s auf Markt- und Sportplätzen. Aber auf den roten Teppich komme ich später noch mal zurück.

Auch heute waren Nanuk und ich als einziges Hundeläuferteam wieder die Exoten am Start. Erstaunlicherweise sind die Menschen immer nur um Nanuks Wohl besorgt und fragen: “Läuft der Hund die ganze Strecke mit? Schafft der das überhaupt?” Hey Leute, was ist mit mir….Nanuk hat zwei Beine mehr als ich…


Karen ist heute auch wieder mit am Start.

Nanuk ist ein Samojede und gehört wie der Siberian Husky zur Klasse der Nordischen Hunde, der Schlittenhunde. Ihre Zucht war seit je her darauf ausgerichtet, lauffreudige und ausdauernde Arbeitshunde zu erhalten. Samojeden gehören nicht zu den Sprintern unter den Schlittenhunden, sie wurden eingesetzt um schwere Lasten über große Distanzen zu ziehen. Das Nanuk Spaß an seiner “Arbeit”, dem Laufen hat kann man vor jedem Start deutlich hören.

Zurück zum Lauf: Das Streckenprofil ist überwiegend hügelig und wir laufen so manche Schleife parallel zu mäandrierenden kleinen Bächen. Der Streckenbelag wechselt zwischen Schotter und weichem Waldboden mit Matsch ab, wo wir wieder bei dem roten Teppich wären…. Nanuk war noch nie so eingesaut. Mein ansonsten strahlend weißer Hund war schwarz bis hinter die Ohren. Lediglich der untere Rücken war noch einigermaßen sauber.












Während sich andere Läufer möglicherweise Gedanken über Ihre Kondition oder das nasse Wetter machen, kreisen meine Gedanken einzig und allein um die Frage: Wie bekomme ich Nanuk mit all dem Matsch über den roten Teppich ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterassen? Oder noch viel schlimmer, was wenn er sich zwischen den Läufern und den Verkaufsständen mit all den tollen neuen Laufsachen ordentlich schüttelt? Irgendwie muss ich den Kerl einigermaßen sauber bekommen, denn finishen wollen wir auf jeden Fall. Und das geht nur im Bürgerhaus.



Nanuk langsam, 30er Zone....

Kaum fertig gedacht kommen wir an einem mit Wasser gefüllten Graben vorbei. Nanuk steht die Freude über das kühle Nass quasi ins Gesicht geschrieben als ich breitbeinig über dem Graben stehe und versuche ihm den mittlerweile fest gewordenen Matsch aus dem Fell zu waschen. Hmmm, irgendwie sieht er jetzt schlimmer aus als vorher. "Nanuk wir brauchen fließendes Wasser, ein Bach muss her." Auch wenn ein zweiter Waschgang bei der Zielzeit mächtig zu Buche schlägt ergreife ich die Gelegenheit Nanuk auf der Zielgeraden in einem kleine Bach ordentlich sauber zu waschen. Einmal schütteln und ab über den roten Teppich zur wohlverdienten ersten Medaille.

Zielzeit: 02:15:24 ........ich sag´s ja immer, mit Hund dauert´s länger...