Samstag, 12. Oktober 2013

3. Westerwald-Steig Halbmarathon am Wiesensee

3. Oktober 2013: 3 Hundeläufer-Teams erobern den Steig 

Am Tag der Deutschen Einheit bin ich erneut in Sachen Projekt unterwegs, um ein paar Kilometer gegen den Missbrauch an Kindern zu laufen.


Team-Nanuk und Team-Adele haben es geschafft


Zum dritten Mal treffen sich die Freunde des gepflegten Trailrunnings, um sich im Rahmen des »Westerwald-Steig Halbmarathons am Wiesensee« zu messen. Der 3. Oktober ist ein guter Termin für Läufer. In den vergangenen 3 Jahren wurde unser Einsatz immer mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein belohnt.

Optimale Startbedingungen am Wiesensee

Die hervorragende Betreuung der Teilnehmer durch das TiWi-Team, die in diesem Jahr perfekt gekennzeichnete Strecke sowie die gute Versorgung an den Verpflegungsstationen will ich nicht unerwähnt lassen. Nachdem sich während der vergangenen Veranstaltungen immer wieder Läufer im großen, dunklen Wald verirrt haben, gab es in diesem Jahr Wegmarken aus Flatterband, Hobelspänen und Kreidepfeilen satt. Damit nicht genug, an den besonders kniffligen Weggabelungen war stets ein freundlicher »Einweiser« mit Fahrrad zur Stelle. 

Das Gesamtpaket aus Wetter, Location und fast schon familiärer Atmosphäre machen den Termin zu einem echten Geheimtipp im Laufkalender. Der Westerwald-Steig als einer der Top-Trails of Germany, hat sowohl für Läufer als auch für Wanderer gleichermaßen viel Interessantes zu bieten. Neben dem anspruchsvollen Gelände gibt es rechts und links der Strecke immer wieder Sehenswertes zu entdecken.

Nachdem Nanuk und ich auf dem Parkplatz vor dem TiWi Blockhaus angekommen sind und wir die Formalitäten erledigt haben, parkt ein weiteres Hundeläufer-Team neben uns. Es ist Heiko mit seiner Siberian-Husky Hündin »Adele«. Wie sollte es anders sein, ich bin gespannt auf die beiden und stelle uns vor. Adele und Nanuk beschnuppern sich ausgiebig und Heiko und ich beginnen gleich mit dem Fachsimpeln. Ausrüstung, Futter usw., usw... Wir bleiben nicht lange zu viert, Jens und seine Malinois Hündin »Ayla« hatten sich für heute via Facebook ebenfalls angekündigt. Jens und ich sind bereits im vergangenen Jahr ein Stück der Strecke gemeinsam gelaufen.

Heute gehen also 3-Hundeläufer-Teams mit High-End 6-Fuß Antrieb gemeinsam auf die anspruchsvolle Strecke. Ein tolles Bild.

Entspannt geht es auf die Strecke

Es mag den Anschein erwecken, dass uns der ziehende Hund voraus einen Vorteil beim Laufen verschafft. Der Schein trügt! Ich kann euch beruhigen. Ist die anfängliche Euphorie nach dem Start erst einmal verflogen, lässt das Ziehen sehr schnell nach. Nanuk denkt sich: »ppfffhh, der Typ hinter mir kann schön selbst laufen...« Außerdem muss man ja ab und an stehen bleiben, um eine Fährte aufzunehmen oder das Revier zu markieren. Nicht ohne Grund bilden Heiko und ich relativ schnell das Schlusslicht im Feld der Halbmarathon-Läufer



Secker Weiher

Blick auf Seck

Die Strecke führt uns am Secker Weiher vorbei in Richtung Holzbachschlucht, dem absoluten Highlight der Strecke. Apropos »Highlight«, ich musste wieder schmerzlich feststellen, dass ich nicht multi-tasking-fähig bin. Währens des Laufens gleichzeitig mit Lippen und Zunge das Endstück des Trinksystems im Mund positionieren und mit der linken Hand Einstellungen am Fotoapparat vornehmen kann nicht gut gehen. Zack, Wurzel übersehen, schon liege ich der Länge nach in einer Mischung aus Waldboden und Schotter. Zum Glück habe ich die Aufprallenergie des Sturzes durch Bremsen mit Handflächen und Knien auffangen können. Nur gut, dass ich Letzter im Feld bin, so kann niemand blöde Videos machen und auf Youtube hochladen.

Startnummer 413 genießt "Kneippsche Anwendungen"

Holzbachschlucht


Kurz vor meinem unfreiwilligen Stunt

Im Anschluss an die Holzbachschlucht kamen wir bei Gemünden an die erste knackige Steigung. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, eigentlich geht es immer bergauf aber in diesem Streckenabschnitt eine gefühlte Ewigkeit lang. Hinzu kommt, dass man versucht die Holzbachschlucht mit möglichst hohem Tempo zu durchlaufen. Mehr Tempo, mehr Spaß! Mit enstprechedn hohem Puls geht es dann bergauf. Besagter Anstieg führt uns über eine Wiese zurück in den Wald.

...sieht gar nicht so steil aus...

...oder doch...

Das Flatterband weist den Weg

...darum heißt der Steig Steig...

Es folgt der technisch schwierigste Teil. Mutter Natur hat es gut mit uns gemeint und auf den nächsten Kilometern mit diversen Basaltbrocken, die es zu überwinden gilt, für reichlich Abwechslung gesorgt. Es sind die für unsere Landschaft typischen Basaltformationen. Man findet sie hier in Hülle und Fülle. 




Immer wieder führt uns der Trail an lichte Waldränder zurück und wir können den herrlichen Weitblick über das »Westerburger Land« genießen. 


Blick über Gemünden

Immer wieder kurze, steile Anstiege

...oder lange, steile Anstiege

Blick über Westerburg
 
Kurz vor Westerburg biegen wir scharf rechts ab in Richtung Hergenroth und dann weiter nach Stahlhofen am Wiesensee. Der letzte kleine Anstieg. Er ist wirklich nicht der Rede wert, ich mache trotzdem schlapp. Meine Beine sind soooo schwer, also gehen wir ein Stück. Insgesamt hat die Strecke auf ihren knapp 21 Kilometern immerhin gut 440 Aufstiegsmeter zu bieten. Ab Stahlhofen geht es dann wieder im normalen »Pace-Bereich« weiter. Kurz vor der Zielgeraden können Nanuk und ich zu »Team-Adele« aufschließen. Gemeinsam erreichen wir nach 02:20:57 zufrieden das Ziel vor dem TiWi Blockhaus. 



 
»Team Ayla« hat die Strecke übrigens in unter zwei Stunden bewältigt, mein Respekt. Bis zum nächsten Jahr.



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